Italien meine grosse Liebe

Italien meine grosse Liebe  Schon als kleiner Junge hatte ich mit meinen Eltern die Möglichkeit Italien zu besuchen. Damals war dies eine noch sehr exotische Feriendestination. Kaum jemand machte damals Ferien im Ausland – es gab ja in der Schweiz auch noch keine Autobahnen und die Reise in’s Tessin dauerte noch einen ganzen Tag. Schon damals begeisterte mich die Herzlichkeit der Leute, das tolle Wetter und das gute Essen. Selbstverständlich habe ich auch gerne im damals noch kristallkaren Wasser in der Nähe von Rimini gebadet. Vermutlich wurzelt meine grosse Liebe zu Italien gerade in diesen Kindheitserinnerungen.

Seither hat sich jedoch sehr viel verändert und man ist in 3 Stunden mit dem Auto bereits in Como oder in 1 1/2 Std. mit dem Flugzeug in Kalabrien oder Sizilien. Auch gilt es heute nicht mehr als besoders chic, Ferien in Italien zu machen. Heute muss man fast eine Destination mit mindestens 12 Stunden Flugzeit in ein Land das man kaum aussprechen kann auswählen, um noch einigermassen trendy zu sein.

Was gefällt mir dann so an Italien? Das ist gar nicht so schnell zu beantworten. Sicherlich bin ich von der Naturvielfalt Italien meine grosse Liebe  enorm angetan. Die Berge im Norden, die Weite der Po-Ebene, die Hügel der Toskana und des Piemonts oder die verschiedenen Küstenregionen von Ligurien bis runter nach Kalabrien. Dazu kommen die Städte wie Mailand, Bergamo, Verona, Venedig, Florenz, Rom, Neapel etc. welche enorm vielfältig sind. Aber auch kulturell bietet Italien enorm viel. So kann man noch heute Werke von Da Vinci besichtigen und eine Architektur aus verschiedenen Epochen bestaunen. Ja genau so ist mein Italien – schön, elegant, quirlig, manchmal etwas herutergekommen, aber immer charmant.

Italien meine grosse Liebe  Ganz sicher gehört aber die Küche von Italien zu meinen absoluten Favoriten. Und damit meine ich nicht nur Pizza und Spaghetti. Nein, damit meine ich die traditionelle, gutbürgerliche Küche, bis hin zur modernen Sterne-Küche. Es ist wieder die enorme Vielfalt, welche mich zu begeistern vermag. Die frischen Fische und Meeresfrüchte, die Gemüse und Früchte, die Fleischsorten und deren exquisiten Zubereitungsarten aber auch die Passion der Italiener etwas gutes zu kochen um mit Freunden und Freude zu geniessen. Selbstverständlich kommt dann noch der ganze Wein dazu. Auch hier hat sich Italien in dem vegangenen 40 Jahren enorm entwickelt und heute können die Weine und Schaumweine mit den besten der Welt mithalten.

Die Politik: Na ja, sicher zaubert das Thema italienische Politik beim einen oder anderen ein lächeln ins Gesicht. Das ist jaItalien meine grosse Liebe  auch weiter keine Überrschung mit Exponenten wie Beppe Grillo, Cicciolina, Bunga-Bunga Berlusconi und Konsorten. Für mich ist aber immer wieder erstaunlich, wie sich dieser Staat mit solchen Politikern so gut halten kann. Ich frage mich, wie lange kann und will sich Italien noch eine derart hohe Staatsquote leisten – aber die Bürger scheinen dies stillschweigend zu schlucken.

Die Menschen in Italien scheinen einfach eine andere Lebenseinstellung als die Schweizer zu haben. Wie oft habe ich in Italien schon gedacht, hier arbeiten die Menschen um zu leben und und nicht umgekehrt. Auch die Kinderfreundlichkeit der Italiener ist sprichwörtlich. So fällt man in Italien nicht auf, wenn man zum Nachtessen (und danach) noch mit den Bambini unterwegs ist (da habe ich z.B. in den USA schon sehr grosse Enttäuschungen erlebt).  Dazu kommt noch die grosse Gastfreundschaft, welche leider bei uns auch etwas verloren gegangen ist (oder hast Du schon mal in Italien nach einem feinen Essen für einen Digestivo etwas bezahlt? – oft stellen Sie bei uns einfach die Flasche hin 😊).

Da wir in Italien nur selten in Hotels wohnen, sondern wo immer möglich in einem Agriturismo, kommen wir auch mit der regionalen Bevölkerung oft und gut in Kontakt. Meist erhält man dort sehr gute Tipps wo man gut essen kann, oder welche Sehenswürdigkeit es wirklich wert sind zu besuchen. Zudem spürt man noch die richtige „italianità“, besonders wenn die Mamma oder Nonna noch selber kocht.

Dann bleibt ja nur noch das Thema Fussball! Als grosser Fussballfan kommt man natürlich in Italien nicht an diesem Thema vorbei. Auch wenn es in Europa sicher noch interessantere Ligen gibt, so muss man doch unbedingt mal ein Spiel im San Siro gesehen haben. Nicht nur das imposante Stadion, sondern auch die Tifosi sind es Wert sich von der Freude am Fussball anstecken zu lassen – Forza Milan!

Ich hoffe ich konnte Euch meine Liebe zu Italien etwas näher bringen und evt. lässt sich ja auch der eine oder andere von diesem angenehmen Virus anstecken.

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